Wien hat einen nicht-amtsführenden Vizebürgermeister: Johann Gudenus von der FPÖ. Dieser sitzt momentan für seine Partei in den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP. Um darüber zu sprechen, war er bei Wolfgang Fellners TV-Sender OE24.TV zu Gast.

Dieser greift die Diskussion um das Rauchverbot auf und fragt, ob es nun doch nicht dazu kommen soll. Die rot-schwarze Regierung hat das Aus für das Rauchen in der Gastronomie für das Jahr 2018 beschlossen. Dazu sagt Gudenus:

Es geht um die Wirtschaft. Es haben jetzt viele Gastronomen, im Gesamtvolumen von ungefähr 100 Millionen Euro österreichweit, ihre Gastronomiebetriebe umstellen müssen auf Trennung. Das hat 100 Millionen ungefähr gekostet.

Wie viel Geld die Wirte in den Umbau gesteckt haben, das weiß man nicht genau. Gudenus scheint sich dabei allerdings auf eine Zahl zu beziehen, die oft in den Medien herumgeistert – zum Beispiel hier, hier oder hier. Dass 100 Millionen Euro in den Umbau zu Raucher- und Nichtraucherbereichen in der heimischen Gastronomie verwendet wurden, ist eine Schätzung der Wirtschaftskammer.

Da es keine genaueren Zahlen dazu gibt, scheint Gudenus aber zu wissen, was er sagt, verwendet das Wort „ungefähr“, und benutzt die verlässlichste Zahl, die es dazu gibt. Wir werten die Aussage daher als „Richtig“ – wobei wir anmerken müssen, dass die Zahl mit Vorsicht zu genießen ist.